WAS MICH BEWEGT

Welche Gedanken und Überlegungen beschäftigen uns? Was treibt uns privat und beruflich an?

Während Corona wollte ich Menschen eine Plattform geben, auf der sie ihre eigenen Gedanken und Wünsche formulieren können –

unabhängig von den täglichen Nachrichten im Radio und Fernsehen. Daraus entstand meine Serie „WAS MICH BEWEGT“:

ein Portrait von mir erstellt, ergänzt durch ein Statement der abgebildeten Person. 

Ich durfte wunderbare, wertschätzende und inspirierende Menschen kennenlernen.

Mehr aus dieser Serie auf LinkedIn und auf Instagram unter claudiatayloryy.                                                                                                                                                                                                                                                                                     Claudia Taylor

Was mich bewegt, ist die Wärme, die entsteht, wenn Frauen ihre Waffen niederlegen und stattdessen Brücken bauen.
Bei der Konzeption und Umsetzung des digitalen Magazins zur Ausstellung "Weibermacht. Die schöne Böse" im Herzog Anton Ulrich-Museum

habe ich gelernt: Echte ,Weibermacht' ist kein Solo. Sie ist das leise, kraftvolle Geräusch von Türen, die wir uns gegenseitig öffnen.

Ich habe erlebt, wie aus Skepsis Neugier wurde und aus einzelnen Stimmen ein Chor. Wenn wir uns wohlwollend begegnen und

anderen die Bühne überlassen, ohne Angst, selbst unsichtbar zu werden - das ist der Moment, in dem mir ganz warm ums Herz wird.

*Diana Polack-Chwalczyk

Als Festivalveranstaltende des jährlichen Braunschweig International Film Festival wünschen wir uns, dass wir unseren Beitrag zur

Kultur in dieser Stadt und zur Filmkultur an sich leisten und hoffen darauf, dass die Begegnungen von Filmschaffenden und dem

Publikum in diesen herausfordernden Zeiten ihren Teil zu einer länderübergreifenden kulturellen Verständigung beitragen.

*Thorsten Rinke

Ich weiß nicht warum, aber zwischen Untergangsstimmung und der Belanglosigkeit meiner Arbeit begegnen mir Engel in Sneakers;
zwischen aufkeimender Hoffnungslosigkeit und mühseliger Verzweiflung, begegnen mir beseelte Augen; zwischen krampfhaft
erzwungenem Loslassen von Sicherheit und den gescheiterten Versuchen ungetrampelte Pfade zu betreten, gibt es ein Kraftfeld,
das mich hält – zumindest in Bewegung. Vorübergehend nenne ich das Kraftfeld Gott, aber wahrscheinlich ist es viel größer!
* Jakob Timmermann

Was mich bewegt, ist das Thema Zeit. Ihre Endlichkeit, die in jedem Moment spürbar ist, auch wenn sie nicht greifbar bleibt. 

       Wie viel Zeit bleibt? 

Kunst ist für mich existenziell. Mit meiner künstlerischen Arbeit mache ich gelebte Zeit sichtbar – Spuren auf Leinwand und Papier,

       wie ein Tagebuch meines Seins.

Meine Arbeit bewegt sich im Spannungsfeld zwischen persönlicher Erfahrung und kollektiver Erinnerung. Kunst übernimmt hier eine

       vermittelnde Rolle: Sie schafft Räume, in denen Zeit, Erinnerung und Gegenwart miteinander in Beziehung treten können.

 *Manuela Karin Knaut 

 

 

Meine Arbeit als Bauforscher und Architekturhistoriker ist die Erfüllung eines Jugendtraums. Die Tätigkeit in den Fachwerkbauten am Ackerhof liegt mir besonders am Herzen. Dies liegt nicht nur an einem Superlativ. Das Vorderhaus von 1432 ist das älteste inschriftlich datierte Fachwerk-Wohnhaus Deutschlands.

In einer vom zweiten Weltkrieg so verwüsteten Stadt wie Braunschweig ist die Bewahrung des baulichen Erbes von besonderer Bedeutung. Der Verlust unserer historischen Stadtkerne durch den von Nazideutschland entfesselten Wahnsinn erfüllt mich noch heute mit Trauer. Nun gibt es wieder Krieg in Europa.

*Elmar Arnold

"WAS MICH BEWEGT"
Wenn der Boden unter den Füßen wegbricht und sich alles unendlich schwer anfühlt, darf dennoch Leichtigkeit spürbar sein. Ich will trotz allem abheben und mich der Kraft der Schwere wenigstens für einen kurzen Moment widersetzen…

… um dann mit beiden Füßen wieder sicher auf dem Boden der Tatsachen zu landen. Um die Erde zu spüren. Den heißen Sand, das nasse Gras oder die harten Felsen, den kühlen Wind, das frische Meerwasser oder den prickelnden Schotter. Manchmal auch die fiesen Brennesseln. Um mich mit der Erde zu verbinden und auf das Leben zu vertrauen - im Hier und Jetzt.

Das kann ich am besten barfuß - mit leichter Seele - prickelnden Sohlen – Sonne im Herzen – und ganz viel Erdung für mein Ich. Wir alle brauchen mehr Leichtfüßigkeit in dieser konfusen Welt. Besinnung auf das, was wirklich zählt. Mehr Ruhe - weniger Druck, weniger Ballast und weniger Tempo.

Das Leben ist zu kurz um schwer zu sein.

WAS MICH BEWEGT
Ich habe das große Glück, meiner blau-gelben Leidenschaft im höchsten Amt nachgehen zu können – Präsidentin des BTSV von 1895 e.V. bedeutet für mich eine Herzensangelegenheit und viel Verantwortung! Für diese Ehrenamt engagiere ich mich mit meinen ganzen Ressourcen, ohne dabei meine berufliche Tätigkeit beim
Kreisverband des DRK BS-SZ e.V. zu vernachlässigen.
Mir wurde in den ersten Wochen als einzige Präsidentin eines deutschen Profi-Fußballclubs durch den großen medialen Aufschlag sehr schnell bewusst, wie verantwortungsvoll der Umgang mit den Medien gehandhabt werden sollte. Viele Menschen interessieren sich auch überregional für die Themen, die die Eintracht und mich bewegen: Diversität, demokratische Strukturen, kommunikative Formate,
Teamarbeit und Zusammenhalt und sportlicher Erfolg. Dazu aktiv im Gespräch zu bleiben und uns zukünftig etabliert aufzustellen ist unser Anspruch.
*Nicole Kumpis